Die Volkshochschulen als kommunale Bildungs- und Kulturzentren sind Partner im Jahr der kulturellen Bildung 2014 und haben die kulturelle Bildung in diesem Herbst zum Semesterschwerpunkt ausgerufen. In manchen Regionen wurden von Volkshochschulen gemeinsam extra Programme erarbeitet und aufgelegt – so etwa in Stormarn, in anderen konzipierten einzelne Volkshochschulen ihren Beitrag zum Jahr der kulturellen Bildung.

„Darüber hinaus wurden von unsere Mitgliedern insgesamt 37 Maßnahmen im Rahmen des talentCAMPus in 2014 realisiert,“ hebt Verbandsdirektorin Monika Peters hervor. Damit sind fast 190.000 € Projektgelder im Rahmen des talentCAMPus nach Schleswig-Holstein geflossen. Im Ländervergleich liegt Schleswig-Holstein – nach Auskunft des DVV – damit an vierter Stelle.

In einer landesweiten Tagung am 03. September 2014 in Rendsburg sind das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa und der Landesverband der Volkshochschulen gemeinsam der Frage nachgegangen, wie die Auseinandersetzung mit Kunst und ästhetischen Ausdrucksweisen und wie kreative Methoden der kulturellen Bildung Einfluss auf den Menschen und seine Persönlichkeitsentwicklung nehmen und als methodischer cross over – Ansatz in andere Bildungsfelder hineinwachsen.
Prof. Dr. Max Fuchs führte in das Thema „Lernen mit Methoden der kulturellen Bildung in Theorie und Praxis“ ein, bevor die VHS Hamburg und das Nordkolleg Rendsburg Einblicke in konkrete Best Practise – Beispiele gaben. In anschließenden Salons wurde entlang von Thesen das Thema weiter diskutiert.

Peters betont, dass für die Volkshochschulen die kulturelle Bildung das Fundament von Bildung ist, da sie die Potenziale des Menschen in den Mittelpunkt stellt. Dabei versteht sich die kulturelle Erwachsenenbildung – insbesondere in den Volkshochschulen – als selbstverständliches und integratives Element von Bildung insgesamt, was alle Bildungsfelder wie etwa Sprachenbildung, berufliche Bildung, politische Bildung, Grundbildung und Gesundheitsbildung einschließt.

Kulturelle Bildung und insbesondere auch die Methoden der kulturellen Bildung können Kernkompetenzen wie etwa Kreativität, Flexibilität, Improvisationsbereitschaft, Problemlösungsstrategien oder Teamfähigkeit entwickeln und erweitern helfen. In den Prozessen der kulturellen Bildung lassen sich so z.B. persönliche und berufliche Interessen verknüpfen, man lernt etwas für den Job und entwickelt gleichzeitig seine Persönlichkeit weiter – und dies mit Freude und Spaß. Die kulturelle Bildung kann so zur Auseinandersetzung mit den Zukunftsherausforderungen unserer Gesellschaft wesentliche Beiträge erbringen.

Download: Beispielgebend Programmauszüge von Volkshochschulen unter dem Label „Jahr der kulturellen Bildung 2014“ und des talentCAMPus.

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01.12.2014 12:06 Alter: 5 Jahre