Fördermöglichkeiten

Vielfältige Programme erleichtern finanziell die Teilnahme an einer Weiterbildung. Eine finanzielle Förderung geht in Schleswig-Holstein mit einer professionellen Beratung der jeweiligen Adressaten einher.

Die Weiterbildungsberater*innen im Beratungsnetz Weiterbildung erteilen Auskunft und Beratung zu diesen und weiteren Förderinstrumenten.

Bildungsprämie
Mit dem Prämiengutschein der Bildungsprämie übernimmt der Staat die Hälfte der anfallenden Kosten für Fortbildungskurse, die maximal 1.000 € kosten.
Einen Prämiengutschein für die individuelle berufliche Weiterbildung (Lehrgänge, Kurse oder Seminare einschließlich einer dazugehörigen Prüfung sowie Externenprüfungen nach Maßgabe des BBiG oder der HwO) können Beschäftigte, Selbständige, Personen in Eltern -oder Pflegezeit, Personen während der Mutterschutzfrist, Aufstocker, Rentner*innen und Pensionäre*innen erhalten, die durchschnittlich mindestens 15 Stunden in der Woche erwerbstätig sind und deren zu versteuerndes Einkommen nicht über 20.000 € (bzw. 40.000 € bei gemeinsam Veranlagten) liegt.
Voraussetzung für die Förderung ist die vorhergehende persönliche Beratung in einer dafür zugelassenen Beratungsstelle, die den Prämiengutschein ausgibt. Sie können jedes Kalenderjahr einen Prämiengutschein erhalten. Dieser ist ab dem Tag der Ausstellung 6 Monate gültig.
Die Weiterbildungsberater/innen im Beratungsnetz Weiterbildung SH sind zur Ausgabe eines Prämiengutscheins berechtigt. Weitere Ausgabestellen für Prämiengutscheine in Schleswig-Holstein finden Sie hier.
(Hinweis: Nicht anspruchsberechtigt sind Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Beschäftigte in öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnissen.)

Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein
Mit dem Weiterbildungsbonus fördert das Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein gezielt Seminarkosten der beruflichen Weiterbildung für Beschäftigte, Auszubildende, Inhaber von Kleinstbetrieben und Freiberufler. (Ausgenommen sind Beschäftigte bei Gebietskörperschaften (Kommune, Kreis, Land)). Ziel ist es, Qualifikationen zu verbessern, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und zukünftige Arbeitsplätze zu sichern. Gefördert werden 50% der Seminarkosten, höchstens jedoch 2.000 €. Bei Beschäftigten muss der Arbeitgeber die anderen 50% dazu zahlen.

Aufstiegs-BAföG (Aufstiegsfortbildungsförderung nach AFBG; bislang "Meister-BAföG")
Mit dem AFBG besteht ein altersunabhängiger Rechtsanspruch auf Förderung einer Aufstiegsfortbildung. Also zum Beispiel zum/zur Meister/in, Fachwirt/in, Fachkaufmann/-frau, Betriebswirt/in, Erzieher/in oder ähnlich. Es muss in der Regel ein sogenannter öffentlich-rechtlicher Abschluss sein, d.h. zum Beispiel ein staatlicher Abschluss oder ein Kammerabschluss. Der Bundestag hat in 2016 eine Änderung des "Meister-BAföG" beschlossen. Damit werden die AFBG-Leistungen nochmals deutlich verbessert und die Zielgruppe der Förderung erweitert; dies sind jetzt auch Bachelor-Absolvent/innen und Zugänge zur Fortbildungsprüfung ohne Erstausbildungsabschluss.
Zuständige Stelle für die Antragstellung in Schleswig-Holstein:
Investitionsbank des Landes Schleswig-Holstein
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
Tel.: 0431 / 99 05 - 4444 (vormittags plus Di-nachmittags)
Informationen und Antragsunterlagen der IB.SH

 

Bildungsurlaub / Bildungsfreistellung